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Storbergets gruvor

 Informationen | Fotogallery

 

Über die uns sehr alt erscheinende "Storbergets gruvor" konnten wir leider bisher nur sehr wenige Informationen zusammentragen.

 

Die Storbergets Gruvor (Stor Mountain Mining District) umfasst rund 60 historische Tagebaue wo von einge auch Stollen besitzen. Die meisten Tagebau sind nur einige Meter tief und sind heute mit Wasser gefüllt. Doch einige der Gruben erreichten eine Tiefe von fast 200 Metern. Der Bergbau begann im 17. Jahrhundert, und wurde durch die alte Methode des Feuersetzen betrieben. Die Penningegruvan ist die Tiefste Grube im Gebiet und ist für die Öffentlichkeit über einen langen Stollen befahrbar der in der Mitte ca. noch ein Lichtloch besitzt. Das kleine Besucherbergwerk hat in den späten Sommermonaten geöffnet, ansonsten kann man sich auf dem Gelände frei bewegen die tiefen Tagebaue und Gruben sind mit Zäunen umfasst. Über der Penningegruvan ist eine Platform angebracht über die man einen Blick in die Tiefe wagen kann. Nichts für schwache Nerven! Aber ein toller Ausblick in den Tagebau und das Stollenystem. Einige der Gruben sind auch für Extrem-Kletterer zugänglich gemacht worden.

Vom Mittelalter an bis 1980 wurde im Gebiet Storberget Eisenerz gewonnen. Viele heute verlassene Gruben und Tagebauanlagen machten Storberget zum dichtesten Grubengebiet im weiten Umkreis. Die Förderung von Erz, Graustein und Wasser waren von jeher ein großes Problem in den Gruben. Um einen effektiven Grubenbetrieb führen zu können, nahm man technische Lösungen in Anspruch. In größeren Gruben reichte es nicht mit Handkraft; kompliziertere Lösungen waren erforderlich. Schon im 14. Jahrhundert fing man in Deutschland an, Pferdegöpel zur Förderung des Erzes in Anspruch zu nehmen. Im 16. Jahrhundert nahm man in Storberget den ersten Pferdegöpel in Gebrauch, aber auch danach wurde ein großer Teil der Arbeit von Hand ausgeführt. Heute kann man an drei Stellen in Storbergets Grubengebiet noch die Spuren von Pferdegöpeln sehen. Zwei sind oben auf dem Berg, einer südöstlich vom Lichtloch und einer bei der Grube Stillgruvan. Der dritte Pferdegöpel liegt in einem Ort der Grube Djupgruvan. Die deutsche Bergbautechnik revolutionierte viele Gruben in ganz Skandinavien so auch hier im Storbergets Grubengebiet. Vorher kannte man in Schweden nicht das man mit Lichtlöchern Gruben bewettern konnte oder mit Pferdegöpeln die Arbeiten erheblich erleichtern bzw. auch steigern konnte. Die Arbeit mit dem Stollen In der Mitte des 18. Jahrhunderts hatte man Schwierigkeiten, an das Erz in den Storbergsgruben heranzukommen. Teils war die Einsturzgefahr groß, teils hatte man Probleme damit, dass die Gruben mit Wasser vollliefen. 1767 hatte man zum ersten Mal die Idee, einen Stollen vom Fuß des Berges aus zu brechen, horizontal in den Berg zum Boden der Grube Stillgruvan. Man begann die Arbeit 1781 mit Hilfe der Feuersprengungsmethode: Am Boden der Grube oder neben der Wand wurde ein Feuer gelegt. Bei der darauf folgenden hastigen Abkühlung bildeten sich Risse im Berg. In diese wurden dann Keile getrieben, so dass der Berg losgebrochen werden konnte. 1790 war man 255 Meter tief in den Berg eingedrungen. Die Arbeit wurde durch den schlechten Luftwechsel erschwert. Die Feuer erloschen und gaben auch eine Menge giftiger Gase von sich, die die Arbeiter zu vergiften drohten. Um den Luftwechsel zu verbessern, wurde ein 39 Meter tiefer Schacht gebrochen, das Lichtloch, als Räucherkanal. 1791 war man unter dem Boden der Grube Stillgruvan angelangt, 265 Meter in den Berg hinein. Eine kräftige Pulverladung wurde am Ende des Stollens platziert, und als diese explodierte, wird berichtet, dass die Wassermassen der Stillgruvan wie eine Riesenwelle herausflossen. Das Problem mit Wasser blieb jedoch bestehen in den Gruben Djupgruvan und Mellangruvan. Anfang des 19. Jahrhunderts verband man die drei Gruben mit Örtern. So konnte auch bei diesen das Wasser entleert werden. Als 1781 mit dem Stollen begonnen wurde, hatte man viele Jahre Jang Schwierigkeiten damit gehabt, dass die Grüben mit Wasser vollliefen. Ein Stollen, den man horizontal in den Berg brach, war die einzige Lösung des Problems. Die Arbeit geschah mit Hilfe der Feuersprengungsmethode. Nach acht Jahren war man 255 Meter in den Berg eingedrungen. Beim horizontalen Brechen war der Luftwechsel sehr schlecht Die Feuer erloschen und erzeugten giftigen Rauch. Um einen besseren Luftwechsel zu bekommen, brach man einen 39 Meter tiefen Luftschacht das Lichtloch, Hier konnte der Rauch abziehen und mit frischer Luft ersetzt werden. Das Lichtloch wurde 1790 fertig, und die vom Feuersetzen Rauchschwaden erhielten viel besseren Zug. Am Sonnabend, dem 22. Januar 1791 war der Stollen durchgetrieben.

 

 

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