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Stråssa gruva

Informationen | Fotogallery

 

In Stråssa sind bereits im 15. Jahrhundert Eisenerzfunde dokumentiert worden. Rund um den kleinen Ort gab es etliche kleinerer Gruben die aber alle nicht lohnenswert waren und somit nach wenigen Monaten oder Jahren wieder aufgegeben wurden. Mehrmals wurde in der damaligen Zeit die Stråssa gruva wegen unwirtschaflichkeit geschlossen. Zwischen 1907 bis 1923 bekam das Bergwerk immer wieder einen neuen Besitzer. 1955 wurde erneut das Bergwerk verkauft und entwässert. Anfang 1956 bis 1957 wurden gigantische Investitionen in das Bergwerk beschlossen und die Förderanlagen und Grubengebäude wurden auf den modernsten Stand Europas gebracht. Zuvor wurde die Jährliche Produktion auf 1,2 Millionen Tonnen Erz geschätzt welche auch 1959 bereits jährlich dann erreicht wurde.  Es wurde jedoch wenig später schwierig, mit anderen Minen in der Welt zu konkurrieren. So wurde das Bergwerk schließlich dann 1983 stillgelegt. Um 1990 wurde das Bergwerk angeblich schließlich komplett mit Wasser geflutet. Vermutlich um so den hohen Gebirgsdruck auf die untertägigen Abbauhallen zu reduzieren. Denn unmittelbar neben dem Bergwerk befindet sich bereits zwei kleine Tage-Verbrüche mit einem Kantenmaß von 330 Metern x 470 Metern und 155 Metern x 172 Metern. Die Tiefe beider Tageverbrüche ist schwer zu schätzen dürfte aber zwischen 45-70 Metern liegen wobei der größere ab dieser Tiefe dann noch voll Wasser ist. Nach einigen Aussagen von Schweden soll der größte Verbruch eine Tiefe von über 155 Metern besitzen.

Schaut man über die Abraumhalde schlägt man die Hände über den Kopf zusammen. Die Abraumhalde ist von einigen Strassen aus, weit über 10km, zu erkennen. Die Abraumhalde der Stråssa gruvor hat eine länge von 1,3 km und eine breite von 600 Metern! Die Höhe der Halde beträgt an der höchsten Stelle über 60 Meter.

Seid 2009 befindet sich auf dem alten Bergwerksgelände ein Paintballareal welches bis tief in die alten Verbrüche hinunterreicht. In Deutschland würde ein solches Areal niemals genehmigt.

 

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