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Kalksteinbruch "Göpelbruch" oder "Kesselgrube" in Maxen - 4.3 out of 5 based on 6 votes

Maxen - ehem. Kalksteinbruch "Göpelbruch" oder "Kesselgrube"

 

Diese Kalkbrüche waren offenbar zum Ende des 19. Jahrhunderts bereits aufgelassen, denn in der Geologischen Specialkarte von 1892 heißt es, hier fände man: "längst verlassene und bereits mit Buschwerk bewachsene Tagebaue". Nach NAUMANN war das Kalk-Lager hier 22 m mächtig und teils mit Tonschiefer-Lamellen durchzogen. Das Streichen des Lagers war nordwestlich, wobei die Schichten etwa 80° nach Nordost einfielen.


Der Name des Bruches leitet sich vom oberhalb liegenden Gebäude Göpelhaus ab, von dem noch Mauerreste vorhanden sind. Westlich der heutigen Straße ins Müglitztal lagen weitere Teile des Bruches, die heute verschüttet sind und unter dem Namen Aschegrube bekannt waren. Östlich des Bruches liegt das ehem. Fischhaus, bei dem sich auch der Rest eines Kalkofens befindet.

Im Kalkbruch an der Winterleite wurde ab dem 19. Jahrhundert der Kalkabbau wieder verstärkt. Da in vorher liegender Zeit Teile des Bruches durch Abraum verschüttet wurden, musste der tiefere Teil durch Stollen erschlossen werden. Die oberen Öffnungen im Bild münden auf der Gegenseite in den obersten (westlichsten) Teil des Bruches. Der Kalkbruch an der Winterleite ist der vermutlich älteste und größte in Maxen. Hier im oberen Teil wurde in früheren Jahrhunderten der Steinbruchbetrieb nicht bis in die größten Tiefen vorangetrieben, da mit größerer Tiefe die Abbaukosten zu hoch waren. Deshalb verschüttete man später den Bruch wieder mit Abraum. Als im 19. Jahrhundert der Kalkabbau in Maxen durch die Rittergutsbesitzer Serre wieder verstärkt wurde, baute man durch Stollen den Kalk untertägig ab. Dabei entstanden die heutig sichtbaren Kammern von außen. Auf der Gegenseite von innen liegen unterhalb weitere Stollenmundlöcher. Diese sind jedoch alle sehr klein und zur Hälfte voll Wasser.

 

 

Fotogalerie Kalksteinbruch Göpelbruch

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