FledermausFledermaus
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Kohlestollen in Solingen Glüder - 4.4 out of 5 based on 14 votes

Schwarzer Siefen

Altbergbau Relikten in Solingen Glüder auf der Spur

Informationen | Fotogallery

 

Die Kohlenlöcher in den Wupperbergen bei Glüder

 
Fledermausschutzgitter vor dem Kohlenstollen MundlochDie Kohlenlöcher in Glüder sind zwei bekannte Stollen in dem man nach kohlehaltigen Gestein gesucht hatte. Die beiden Stollen liegen in den Wäldern von Solingen Glüder und sind heute mit Gitterstäben, zum Schutze der Feldermäuse, verschlossen. Die beiden Stollen sind angeblich nur zwischen 50 und 60m lang und enden an einem Schacht zur Entwässerung. Sie wurden von Johann Bertram Ferdinand um 1740 in den Berg getrieben. Schon sein Vater Adam Hücking soll versucht haben  im "Schwarzen Siefen" Kohlen zu schürfen. Der komplette Berghang gehörte damals zu dem Rittersitze Bechhausen. 1772 wurde von Messerschmied Flügel aus Solingen ein weitere Versuch gestartet aber dieser verlief ebenfalls nicht erfolgsversprechend. Jahrzente später wurde sogar eine Gewerkschaft gegründet. im Jahre 1826 unternahm Christian Grüber aus Waldbreitbach noch einen weiteren Versuch am "Schwarzen Siefen" Kohle zu schürfen. Der letzte Versuch wurde in den 40-iger Jahren von mehreren Solingern unternommen. Aber auch dieser verlief erfolgslos. Außer ein paar Brösel Magerkohle wurde in den Stollen nichts nennenswertes gefunden. Damals hoffte man, das sich die mächtigen Flöze des Ruhrgebietes bis weit ins Bergische Land erstrecken würden und man hier einen ähnlichen Kohlen-Boom auslösen könnte wie an der Ruhr.
 
 
 
 
Der Stollen gehört vermutlich zu den KohlenlöchernDer Stollen hat maximal eine Länge von 25 Metern

Berichten von alten Einheimischen sind die Kohlestollen mehrfach verzweigt und so groß das man sich darin verlaufen könnte. Zudem gibt es noch ein angebliches drittes Mundloch. Nach einigen Recherchen beziehen sich die erwähnten 50 bis 60m nicht auf die Kohlenlöcher von Glüder sondern auf die zwei anderen Mundlöcher die sich in der Nähe befinden. Diese sind in alten Gebietskarten auch verzeichnet und haben eine Länge von 50-60m (Länge ermittelt über die alten Karten). Die Kohlelöcher (Kohlestollen) sind also nicht nur 50-60m lang. Durch die Feldermausschutzgitter an den kleinen Mundlöchern ist eine Exkursion absolut nicht mehr möglich. In der nähe befindet sich noch ein ca. 25m langer Versuchstollen der vermutlich zu den Kohle Schürf-Versuchen dazugehört. In diesem kleinen Altbergbaustollen hausen zahlreiche Feuersalamander und leider auch etliche Bierflaschen und Trinkdosen. Die Bierflaschen und Trinkdosen haben wir bei der mini Befahrung aufgesammelt und zu Hause entsorgt.
 
Es gibt viele Geschichten und schon fast Legenden um die Kohlenlöcher bei Glüder. Je mehr man sich umhört desto verschiedenere Versionen hört man. Die einen sagen das die beiden Stollen nur 50-80m lang sind die anderen sprechen von einem weit verzweigten Stollensystem welches sich über Kilometer erstreckt. Andere wiederum waren angeblich früher mal in dem System drinn und haben sogar einen großen tiefen unterirdischen See gesehen und Schächte sowie ein Gesenk.
 
Unbestätigte Erzählungen:
 
  • Ein Stollenzweig soll bis unter dem Acker vor dem Wasserkraftwerk bei Wupperhof gehen
  • Insgesamt soll das Kohle Stollensystem über mehrere Kilometer verzweigt sein
  • Ein Stollen soll bis zu Schloss Hohenstein und darüber hinaus reichen
    ( in der Tat gibt es dort oben am Parkplatz mehere Lüftungsrohre, ob es aber zu den Kohlelöchern gehört weiß keiner )
 
Altbergbau Detail in Solingen GlüderKleiner, sich entwickelnder, Feuersalamander
Von dem Parkplatz der Schlosses Hohenstein führt ein Waldweg nach Glüder nach ca. 1km findet man dort einem sehr gut gesicherten Stollen ( eingezäunt und mit Stahltüre ) diesen Stollen vermutet man ebenfalls an das er zu den Kohlenlöchern gehört. Wir vermuten das es sich um das Wasserpumpensystem am Kotten handelt, dieses würde ungefähr Streckenmäßig hinkommen.
 
 
Bitte sucht "nicht" die schwarzen Siefen Hänge ab: Zum einen sind diese extrem Steil und es besteht akute Absturzgefahr ( lebensgefährlich ) für unerfahrene zum weiteren sind die Kochelnlöcher bis auf den einen kleinen vertecken mini Stollen mit masiven Fledermausschutzgittern versehen zum anderen sind in den Hängen viele Arten von Salamndern dort zu Hause. Diese kann man sehr leicht übersehen und dann eventuell lebensbedrohlich verletzen.
 
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