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Tiefbunker Döppersberg (Brausenwerth)

Der Tiefbunker | Wichtigsten Luftschutzanlangen | Fotogallery

 

Döppersberg Tiefbunker

Im Zentrum von Wuppertal-Elberfeld, zwischen der Innenstadt und dem Hauptbahnhof befindet sich der Döppersberg. Der Döppersberg ist einer der Hauptverkehrsknotenpunkte in der Talachse. Reges Treiben, Lärm und Hektik herrscht an der gleichnamigen Schwebebahnstation und auf dem Busbahnhof. Doch schon wenige Meter unterhalb des Trubels wird es zunehmend ruhiger - denn dort befindet sich einer der Tiefbunker in WuppertalGeht man durch einen der drei Eingänge hinab, gelangt man nach wenigen Treppenstufen in den unterirdischen Tiefbunker und leicht modriger Geruch steigt in die Nase. Der Tiefbunker ist der zweite Groß-Schutzraum, der in Wuppertal gebaut wurde. Baubeginn war 1940 und Fertiggestellt wurde der Bunker im Jahre 1942.

 

Mit einer der wichtigsten Tiefbunker Wuppertal's

Der Tiefbunker war neben dem Tiefbunker unter dem Neumarkt und der Stollenanlage an der Post, einer der wichtigsten Luftschutzanlagen im Bereich der Elberfelder Innenstadt und dem heutigem Hauptbahnhof. Er liegt direkt neben der Wupper. Obwohl er unterhalb des Wasserspiegels liegt gab es dank dem Felsmassiv, auf dem sich Elberfeld befindet, keinerlei Probleme mit Wassereinbrüchen beim Bau des Bunkers. Der Tiefbunker am Döppersberg 10 war ausgelegt für eine Normalbelegung von 821 Schutzplätzen. (419 Liegeplätze und 402 Sitzplätze) Doch wegen der großen Bevölkerungsdichte in Elberfeld und den daraus resultierenden Andrang bei Angriffen wurde der Bunker auf 1.173 Schutzplätze erweitert. (1.170 Sitzplätze und 3 Liegeplätze)

 

Notbelegung

Die Vorläufige Notbelegung setzte sich wie folgt zusammen:

  • 68 Einzelschutzräume mit jeweils 10 Sitzplätzen
  • 5 Aufenthaltsräume mit zusammen 130 Sitzplätzen
  • 2 Schutzräume für die Wachgruppen mit jeweils 7 Sitzplätzen
  • 2 Teeküchen mit jeweils 5 Sitzplätzen
  • 1 Raum für den Bunkerwart
  • 1 Erste-Hilfe-Raum mit 3 Liegeplätzen
  • und die Bunkerflure für insgesamt 335 Personen.

    

Der Tiefbunker wurde 1988 bis 1990 von Grund auf renoviert und ist heute Zivilschutzbunker der Stadt Wuppertal mit 950 Schutzplätzen. Die Eingangsbereiche der Luftschutzanlage sind noch im Originalzustand erhalten geblieben und erinnern an die grausame Zeit des Zweiten Weltkriegs! Alle anderen Einrichtungsgegenstände (zum Beispiel die Schutzraum-Lüfttungsanlage von der Firma Anton Piller aus Osterode/Harz) stammen aus den 80er Jahren.

Sonstige vorhandene Schutzraumeinrichtungsgegenstände im Tiefbunker Döppersberg:

  • 15.000 Einmal-Einsatzbeutel
  • 300 Sammelbeutel
  • 10 Behälter für Sammelbeutel
  • 6 Faltbehälter für Trinkwasser
  • 6 Handlampen
  • und jeweils einmal:

Blechspind, Einheitskrankentrage, Entnahmeschlauch für Trinkwasserbehälter, Füllschlauch für Trinkwasserbehälter, Handpumpe zur Abwasserbeseitigung, Stuhl, Tauchpumpe mit Schlauch, Tisch...

Die im Ernstfall benötigten Werkzeuge können kurzfristig besorgt werden...
 

Großzitat von UNTERTAGE-ÜBERTAGE ( www.untertage-übertage.de ) unseren engsten Kooperationsteam

 

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