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U-Verlagerung Kauz

Geheime Flugzeugproduktion | Fotogallery

 

Der aus der Ornithologie stammende Deckname der U-Verlagerung Kauz verrät das diese in einen alten Reichsbahntunnel eingerichtet wurde. Die Untertage Verlagerung für die "Geheime Flugzeugproduktion" wurde im Schee-Tunnel in Wuppertal-Nächstebreck vor einigen Jahren entdeckt.  Der alte Reichsbahntunnel verläuft durch das Sandsteingebirge im Wuppertaler Norden und hat somit eine ausreichende bombensichere Überdeckung. Der Tunnel gehört zu der damaligen Bahnlinie die von Wuppertal nach Hattingen und Bochum führte. Er besteht  aus zwei parallel verlaufenden Tunnelröhren die eine Länge von 721 Metern besitzen und ungefähr im südlichen drittel einen leichte Rechtsbiegung haben. So kann man nicht von dem einen Portal zum anderen durchschauen. Der westliche Teil des Reichsbahntunnel wurde 1884 fertiggestellt und die östliche Teil vermutlich 1902 den diese Jahreszahl steht auf dem Tunnelportal. Dieser Teil des Tunnels wurde vermauert und konnte nur eine Zeitlang von innen über den westlichen Teil durch eine Verbindung befahren werden.

 

Das Projekt der Untertage Verlagerung wurde durch  die Messerschmitt AG vorfinanziert. Für den Umbau der Tunnelröhre erhielt die Firma Homann ein Darlehen in Höhe von 720.000 Reichsmark. Mit diesem Darlehn solche eine Produktionsfläche der unterirdischen von 8.000 Meter² errichtet werden. Die von dem Jägerstab vergebene Konstruktionsnummer der hiervorgesehenen U-Verlagerung Kauz war die Nummer 266. Die niedrige Baunummer unterstreicht den frühen Produktionsbeginn der Anlage.

Die U-Verlagerung Kauz produzierte fast acht Monate lang im "Schee-Tunnel" in vollem Betrieb. Ende März 1945 wurde dann die Teile-Produktion des Düsenjägers Messerschmitt Me 262, der Firma Homann, in das Eisenerzbergwerk „Vereinigten Reviere Kamsdorf „ bei Großkamsdorf verlegt. Diese große unterirdische Rüstungsfabrik unterstand aber den Reimahg-Werken (Reichsmarschall Hermann Göring) und hatte den Decknamen Schneehase. Um Ostern 2014 durften wir diese riesige Unterirdische untertage Rüstungsfabrik aus dem zweiten Weltkrieg befahren. Mitglieder von dem ansässigen Besucherbergwerk luden uns hierfür ein.

 


Schöner Gedankenanstoß den man nicht besser schreiben kann:
„Anstatt eines Öffnungsschildes für Radfahrer sollte man lieber eine Gedenktafel zu Ehren der Zwangsarbeiter anbringen. Ein Mahnmal wie in Kemna wäre toll. Man sollte meiner Meinung nach den geschichtsträchtigen Tunnel sinnvoll nutzen und Führungen zum Thema Zwangsarbeit und Rüstung anbieten. Im Scheetunnel sind Menschen misshandelt, gequält, erschossen und erhangen worden. Da könnten wir doch gleich einen Radweg über einen Friedhof oder über ein ehemaliges Konzentrationslager bauen und den Ort einfach planieren“

Quelle Kooperationsteam www.übertage-untertage.de

 

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