FledermausFledermaus
 Übertage & Untertage Berichte mit vielen Fotografien


1 1 1 1 1 Rating 4.64 (11 Votes)
U-Verlagerung Mondstein - 4.6 out of 5 based on 11 votes

U-Verlagerung Mondstein

 

Die U-Verlagerung Mondstein galt lange Zeit als verschollen und wurde nie richtig dokumentiert. Die U-Verlagerung Mondstein (Projekt Schwalbe III) liegt im schönen Polzental und es wurde nie ein Stollenvortrieb begonnen ? Legendlich die Eisenbahnstrecke für das Projekt Schwalbe III wurde fertiggestellt. Diese jedoch wurde in DDR-Zeiten von der UDSSR demontiert. Die Betonrelikte im Polzental gehören nicht zu anderen Anlagen wie einige berichteten. Die Betonfundamente sind eindeutig von der Vorbereitung für die U-Verlagerung Mondstein. Jedoch nach mehreren, uns vorliegenden, Unterlagen wurden von der U-Verlagerung Mondstein damals bereits 3 Stollen angefangen in den Berg zu treiben. Wo sind diese Stollen? Sind die angefangenen LS-Stollen und der angefangene Sprengstoffstollen damit gemeint? Es sind noch einige Fragen offen die zu klären sind.

Im Gluto wurde zum Ende des Zweiten Weltkrieges ein Außenlager des KZ Flossenbürg für 250 Häftlinge eingerichtet, die zu den Bauarbeiten für das in den Sandsteinfelsen bei Porschdorf begonnene unterirdische Verlagerungsobjekt Schwalbe III herangezogen wurden. Das Lager wurde in einen ehemaligen Steinbruch errichtet. Viele der Kriegsgefangen ließen Ihre Namen und winzige Botschaften in den Felsen der Sandsteinwand. Im hinteren Teil findet man noch heute Betonüberreste der Wasserhaltung. Die 250 Häftlinge sollten die Vorbereitungen für die U-Verlagerung beginnen. Hier sollten riesige Maschinen mit vielen Rohren für die Hydrierwerke Brüx untergebracht werden. Mitte März 1945 wurde die Auffahrung nach Erdarbeiten und einigen Metern Stollenvortrieb wieder eingestellt und zwölf der vorwiegend italienischen Häftlinge in das Objekt Dachs VII bei Zatzschke verlegt. Nachdem am 20. März 1945 der Abtransport von 21 nicht arbeitsfähigen Häftlingen nach Leitmeritz erfolgt war, begann für die verbliebenen über 200 Menschen in den letzten Kriegstagen ein Todesmarsch, der in Oelsen endete und den etwa 80 Häftlinge nur überlebten. In den Wäldern und Tälern rund um Porschendorf findet man noch heute den Maschinensockel, die Bahntrasse ohne Schienen und einen angefangenen LS-Stollen und ein L-förmigen Stollen der vermutlich als Sprengstofflager dienen sollte. Am Lager selbst ist nach alten Berichten ebenfalls für das damalige Wachpersonal ein LS-Stollen in den Berg getrieben worden. Das Großprojekt Schwalb III also die U-Verlagerung Mondstein gibt viele Rätsel auf. Wo ist das Stollensystem des Projektes. Bei den Großprojekten Schwalbe I, Schwalbe II und bei Schwalbe IV und Schwalbe V und selbst bei Schwalbe VI und Schwalbe VII sind Stollen bereits vorgetrieben worden! Warum nicht bei Schwalbe III? Oder wurden diese bis dato noch nicht entdeckt und liegen vielleicht ganz woanders?

Für die Planung war jedenfalls die OT-Sonderbauleitung Königstein / Sächsische Schweiz beauftragt worden und für die Ausführung der Bauarbeiten die Firma "Lehmann & Co." Nach mehreren schriftlichen Dokumenten war der Baubeginn am 03.02.1945 durch das  durch Außenkommando des KZ Flossenbürg. Vom KZ Flossenbürg sind auch Leute entsandt worden für den Bau der U-Verlagerung Mondstein dem Projekt Schwalbe 3.


Wurde nur mit der Generatorstation, Auffahrung eines Sprengmittellager (ca. 30 m langer Stollen) sowie Anschlag eines Luftschutzstollen und diverse Erdarbeiten angefangen? Die geplante Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe sollte bereits am 15.07.1945 sein. Das Bauvorhaben wurde am 31.03.1945 abgebrochen und Mitte April 1945 wurde bereits die Evakuierung des Arbeitslagers Gluto eingeleitet. In den wenigen Wochen von Baubeginn und Baustopp ist es natürlich erklärlich das eventuell das Stollensystem noch nicht angefangen wurde. Die Trasse für das Anschlussgleis war nach alten Augenzeugenberichten bereits fertiggestellt (Nutzung durch schmalspurige Transportbahn).

Die geplante Dehydrieranlage für Braun- und Steinkohlenteer der Sudetenländischen Treibstoffwerke A.G. Brüx zur Herstellung von Flugbenzin bekam den Decknamen Schwalbe III

Wir werden versuchen weitere Informationen über das Projekt Schwalbe III zu erhalten.

 

Fotogallery

 

Über- und Untertage

Menü
Zum Seitenanfang