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U-Verlagerung Carnallit

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Ebenfalls wie die U-Verlagerung Rogenstein wurde im Sandsteinbruch "Herrenleite" ein weiteres Vorhaben geplant und angefangen.  Die Vorbereitungen liefen  ab Frühjahr 1944 an. Am 04.05.1944 fand die Ortsbegehung des Oberbergamtes Freiberg statt und am 04.09.1944 war das Gutachten des Oberbergamtes Freiberg abgeschlossen.  Für die geplante Fertigung von Flugzeugmotoren der Mitteldeutschen Motorenwerke G.m.b.H. Taucha sollte auf dem Gebiet der Sandsteinwerke G.m.b.H. Pirna  die Untertage Anlage Carnallit entstehen.  Die Produktionsanlagenfläche wurde mit einer Nutzfläche 42000 m2 angegeben.  Die Zufahrt sollte über einen durchlaufenden Bahn-/Lkw-Stollen angelegt werden.  Der Produktionsbeginn von Kurbelwellen war für 01.10.1944 vorgesehen.  Das wäre 27 Tage später nach dem fertigstellen des Gutachten des Oberbergamtes Freiberg  gewesen. Vermutlich wurde bereits vorher mit dem Stollenvortrieb begonnen.  Während des Baues wurde im Dezember 1944 die  Nutzfläche auf 7000 m2 reduziert aufgrund des benachbarten Bau von dem Großprojekt Dachs VII.  Widersprüchlich sind Aufzeichnungen in denen steht das bis März 1945 keine Baugenehmigung  vorlag wegen fehlender Arbeitskräfte und Maschinen.


Es kam nur zu ersten Probebohrungen ("Lohmener Stollen" der ungefähr 50m lang ist) und die Errichtung von Unterkünften sowie ein LS-Stollensystems. Die Überreste der Fundamente der Unterkünfte kann man heute noch tief im Wald wieder entdecken. Das größte ist viereckig und hat eine Breite von  3,8m und die Betonstärke beträgt 36m und ist 66cm tief.


Der angefangene Stollen hat, gelasert, eine Breite von 6,62 Metern und wurde komplett vermauert und bis auf 2,04 Meter zugeschoben bzw. der Bereich davor  angefüllt. Eine kleine runde Öffnung für Fledermäuse wurde offengelassen. Schaut man hindurch sieht man dass der Stollen nach ca. 50m Blind verläuft. Der Stollen ist bis zu Hälfte sauber angefüllt.

 

 

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