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 Übertage & Untertage Berichte mit vielen Fotografien


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Persönliche Eindrücke von "Schneider" - 5.0 out of 5 based on 7 votes

Unsere Persönlichen Eindrücke der U-Verlagerung "Schneider"

Beklemmung, Fazination... Nachdenklichkeit

Wie wir das erste mal in das fast verschüttete Mundloch bzw. der ehemalige Haupteingang von der U-Verlagerung Schneider eingefahren sind wußten wir noch nicht das es sich um die lange Zeit völlig unentdeckte U-Verlagerung Schneider der Firma Wagner & Co. handelte. Im Vorderen Bereich des Untertage-Systems starrten wir auf blanke Felswände und an der Firste hingen lose Gesteinsbrocken in dem man den Boden des damaligen Meeresboden erkennen kann. Der Anblick der Firste ließ uns dem Atem stocken aber fazinierte uns auch zugleich. Die Luft im ehemaligen Felsenkeller einer alten Brauerei war feucht und leicht muffig und machte die kleine Anlage etwas unheimlich und nachdenklich... Handelte es sich um alte Bergwerksstollen ? Ist es nur ein Felsenkeller der nachträglich dann zu einer U-Verlagerung umgebaut wurde? Was wurde hier gelagert und was wurde hier früher produziert? Fragen über Fragen kamen bei der ersten Befahrung auf die uns anstieß alles genaustens zu inspizieren. Kleinste Details wurden zu megagroßen alten Relikten die aber auch direkt wieder uns Fragen über Fragen aufwarfen. Alte Milchdosen und alte Überreste von Schuhen bewiesen uns direkt hier wurde Untertage gearbeitet. Aber wer arbeite hier Untertage? Waren es Zwangsarbeiter oder Firmenmitarbeiter ? Wenn es Zwangsarbeiter oder Häftlinge waren wie wurden diese behandelt... Hoffentlich doch wenn gut, man hört und liest oft immer schreckliches. Bei der Begehung und dem ersten Fotoshooting war unsere Arbeit von einem beklemendn Gefühl begleitet. Fazination und Nachdenklichkeit überkam uns und wir wurden still und hielten den Atem an zudem machten wir unsere großen Lampensysteme aus und strahlten nur noch mit gedimmten Licht unserer Kopflampen die Räumlichkeiten aus. Nach 15 bis 20 Minuten machten wir wieder unsere großen Taschenlamopen an und verließen ohne Worte den alten Felsenkeller. Auf dem Weg zum Auto vielen keine Worte wir waren sprachlos und voller Gedanken, Fragen und Emotionen geladen. Erst auf der Heimfahrt, tief in der Nacht, brachen wir das Schweigen und fingen an zu diskutieren. Hier war uns direkt klar wir müssen wieder dort hinn und alles dokumentieren mit einem großen Team. 

Die Untertage Verlagerung Schneider ist im Notprogramm erbaut worden. Was man auch Untertage an vielen Stellen sehr gut erkennen kann. Es war eine absolut wichtige Produktionsstätte für das Deutsche Reich.

 

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