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U-Verlagerung Trusche

 

Mitten in Wuppertal einer Stadt im schönen Bergischen Land wurde im zweiten Weltkrieg eine unterirdische Produktion für die Firma der Bemberg AG bewilligt. Diese Untertägige Anlage sollte aus Kunstseide die Herstellung von Fallschirmseide übernehmen. Zwischen Ende November und Anfang Dezember 1944 und März 1945 wurden so Fallschirme, Fallschirmbänder, Fallschirmschnüre, Rucksäcke und Taschen für die Wehrmacht untertägig in den bereits fertiggestellten Räumlichkeiten der U-Verlagerung Trusche hergestellt.


Die U-Verlagerung "Trusche" ist so wie viele andere untertägige Rüstungsanlagen zu Kriegszeiten nicht mehr komplett fertig gestellt worden. Allerdings wurde in den einzelnen Stollen nach deren Fertigstellung oder Ausbau produziert.  Das streng geheime Verlagerungsprojekt "Trusche" sollte aus vier parallel verlaufenden Stollen bzw. Produktionskammern bestehen, welche bei Endfertigstellung mit einem großen Querstollen verbunden werden sollten. Zum einen wurden zwei bestehende Felsenkeller oder Eiskeller der Brauerei erheblich ausgebaut und zwei neue Stollenvortriebe in den Berg aufgefahren. Nach alten Unterlagen sollten zwei Eiskeller der damaligen Wiküllerbrauerei hierfür ausgebaut werden und zwei neue Stollen in den Berghang getrieben werden.  Nach weiteren Dokumenten war jedoch nur ein Felsenkeller in dem Hang vorhanden.  Warum für die Untertage Verlagerung der Deckname Trusche ausgewählt wurde ist rätselhaft. Den nach der Systematik der Decknamen beim RMfRuK (Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion) müsste es sich um eine alte Stollenanlage handeln da diese ja mit  Fisch- und Amphibiennamen codiert wurden. Aber in dem Gebiet rund um den U-Verlagerungstandort ist kein Bergbau bekannt. In dem umliegenden Gebiet gibt es nicht Mals Altbergbauliche Aufzeichnungen. Ist einer der vier Stollen einmal ein Bergwerkstollen gewesen? Oder wurde wie bei einigen anderen U-Verlagerungen auch der Deckname nicht richtig vergeben? Das sind Fragen die eventuell nie beantwortet werden können wären da nicht vor ungefähr 3 Jahren zwei alte Polaroid Fotos aufgetaucht. Diese zeigten einen viereckigen Brunnenschacht der der tief unten in eine Art Stollen taucht. Dieser Stollen wies bergbauliche Indizien aus und wurde sicherlich nicht vom kleinen Schacht in den Berg getrieben! Der Deckname wurde so also vermutlich doch richtige vergeben. Im Stollen 1 gibt es noch nach Bauunterlagen  einen Durchhieb der als Wetterführung dienen sollte.  Dieser war in recht kurzer Zeit fertig so dass man annehmen könnte dass dieser auch bereits vorhanden war. Der damalige Brauereikonzern Wicküler hatte mehrere Außenstellen, Bierkeller und Lager im gesamten Wuppertaler Stadtgebiet und eine befand sich auf der Ronsdorfer Straße in Wuppertal-Elberfeld. Dort wurde circa Mitte bis Ende 1944 ein Arbeitslager errichtet.

 

Trusche Stollen 3 Fotogalerie

 

Trusche Stollen 2 Fotogalerie

Diese Galerie wird es nie geben da der Stollen verfüllt wurde!

 

Trusche Stollen 1 Fotogalerie

 

 

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