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Deckname Zander

Informationen | Fotogallery

 

Die U-Verlagerung Zander befindet sich im schönen Bundesland Sachsen. Wie der Deckname bereits verrät ist aus der Systematik der Decknamen heraus zu entnehmen das sich die U-Verlagerung in einer alten Stollenanlange befindet. Den Zander ist ein Fisch und so in die Systematik der Decknamen in "Alte Stollenanlagen -> Fisch- und Amphibiennamen" einzuordnen. Der in einigen Dokumenten angegebene Ort für die U-Verlagerung Zander lässt anfangs zwei verschiedene Bergwerke offen. Nach tieferer Recherche dann kommt nur noch eines davon in Frage. Wobei das andere ebenfalls einige U-Verlagerungsindizien aufweist. Eventuell wurde auch dort eine U-Verlagerung angefangen. Der Deckname hierfür ist dann allerdings uns bis dato unbekannt. In der Wichert Liste wird er jedenfalls nicht aufgeführt.



Das Gebiet um die U-Verlagerung Zander weißt viele Bergbauliche Tätigkeiten auf, überall kann man alte Stollen, Kalköfen und andere Relikte entdecken. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts wurde nachweislich in Borna und Nentmannsdorf Kalkstein abgebaut. In alten Karten sind über 35 Kalköfen eingezeichnet. Im Borna selbst gab es um 1815 sechs Kalkbrüche in denen 40 Arbeiter aus den umliegenden Dörfern beschäftigt wurden.

Das Kalkbergwerk Nenntmannsdorf  ist ein altes Bergwerk in dem man von 1871 bis 1894 mit dem Vortrieb des "Hauswald'schen Erbstollen" (oberer Stollen) zur Förderung und Wasserhaltung beschäftigt war. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde im Bergwerk weiter abgebaut und ab 1969 ging es als Betriebsteil des VEB Baustoffwerke Borna über.  Die VEB Baustoffwerke Borna förderte dann noch 3 volle Jahre im Kalkbergwerk bevor sie es dann stilllegte.
 

In die U-Verlagerung Zander sollte die Sehrohrherstellung  der Zeiss-Ikon A.G. Dresden verlagert werden.  Ob es bereits dazu kam ist uns bis dato noch unklar. Wir werden weiter recherchieren.  Eine Nutzfläche von 2300 m² war angeblich bereits fertiggestellt worden, weitere 2000 m² wurden angeblich vorbereitet. 1943 wurde beim Bau eines 800 m langen Fahrstollens (unterer Stollen), im U-Verlagerungsgebiet, französische Kriegsgefangene eingesetzt. Dieser Fahrstollen ist heute nach ca. 60-80m verbrochen.  Hinter dem Verbruch lassen sich übertägig noch mehrere weitere Verbrüche des ehemaligen Fahrstollens vermuten. Eine Befahrung und Dokumentation der ehemaligen untertägigen Verlagerung der Zeiss-Ikon A.G. Dresden ist somit leider unmöglich. 

Auf der anderen Seite des Baches scheint für die U-Verlagerung eine Verladestation gebaut worden zu sein. Dies können wir derzeit aber noch nicht belegen.


 

Fotogalerie U-Verlagerung Zander

 

 

 

 

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