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 Übertage & Untertage Berichte mit vielen Fotografien


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Altbergbau Harz & Erzgebirgstour 2014 - 5.0 out of 5 based on 5 votes

Spontane Harz & Erzgebirgstour 2014
 

Erkundungstour & Kennlerntour


Ganz spontan durch ein Telefonat Mitte November 2014 entstand eine weitere Such- und Exkursionstour Ende des Jahres.  Als die Übernachtungsmöglichkeiten geklärt waren setzten wir uns direkt an unseren Rechner und planten die Fahrt. Den warum soll man auf der Hinfahrt nicht das eine oder andere Anfahren und nachschauen, suchen oder finden.  Aber was sollte man auf den Weg nach Sachsen anfahren oder besichtigen? Es gibt so viel auf den langen Weg.  Da Mitte nächstem Jahr es in den Harz gehen soll entschlossen wir uns dort einige Gebiete anzufahren. Die Tour war schnell festgelegt und die Ziele ins Navi, Hand-GPS Gerät und Tablet überspielt.  Nach der Planung  fiel uns die Jahreszeit wieder ein und wir wussten nicht ob die Tour überhaupt so stattfinden konnte.  Sie war stark Wetter abhängig und konnten sie nur ganz spontan durchführen sowie die Wetterverhältnisse es zuließen.  Am Tag der  Fahrt sah es anfangs  gut aus und wurde dann immer trüber. Das erste Ziel lag direkt an der Autobahn es handelte sich dabei um eine Schachtanlage wo damals zu Kriegszeiten eine Untertage Verlagerung untergebracht war.  Da die Autobahn, früh morgens, frei war war dieses Ziel noch vor Sonnenaufgang erreicht und abgehakt.  Die Wolken zogen sich immer mehr zu und es wurde gar nicht richtig hell. Der ein zigste Trost war das es noch trocken blieb.  Wir riskierten es und fuhren weiter über die Landstraße nach Sonderhausen um  dort  die Schachtanlagen zu fotografieren. Nach diesem Vorhaben war geplant über Nordhausen tief in den Harz einzutauchen und nach Rammelsberg, Oberharzer Wasserregal, Der Schulte Stollen, Werk Tanne, Ottiliae Schacht, Medingschacht, Silbernaal Stollen,  19 Lachter-Stollen,  Bergbaumuseum "Lautenthals Glück",  Schulte Stollen,  Wiemannsbuchtschacht,  Schachanlage Knesebeck,  Erzbergwerk `Hilfe Gottes´, Achenbach-Schacht zu fahren. Das Wetter ging in Sturm und Schneegestöber über aber alle Punkte und weitere wurden erreicht und die Fahrt ging über Halberstadt nach Dresden bzw. Freital weiter. Am Abend erreichten wir dann unseren Freund direkt neben der ehemaligen Schachtanlage Gittersee.  Nach Speis und Trank wurde kurz die morgendliche Tour rund um Dresden, Freital, Nossen und Freiberger Revier besprochen.  Nach einer recht kurzen Nacht ging es auf weitere Such und Erkundungstour. Das Wetter spielte mit und wir erreichten alle unsere Ziele und hatten nebenher noch viele weitere Punkte neu gefunden. Erschöpft aber glücklich wurde in einem Schnellrestaurant  neue Kräfte getankt und dann ging es in die Unterwelt von Freiberg.  In der Nacht ging es wieder zurück nach Freital wo wieder die Nacht kurz war den am nächsten Morgen ging es ins sonnige Erzgebirge. Geplant war die Bergparade in Annaberg-Buchholz.  Aber  daraus wurde nichts. Als wir den Schlüssel vom Bergwerk erhielten wo wir übernachten durften waren wir nicht mehr zu halten. Es musste tief in den Berg gehen.  Nach dem wir unser Equipment ausgepackt hatten und den Übernachtungsraum bezogen hatten wurden wir auch schon heruntergerufen.  Schlufanzug anziehen, Helm auf und Wetterlampe sowie Kopfgeleucht an es geht in St. Anna am Freudenstein.  Wir fuhren zuerst über  den neu auf gewältigten und gesicherten Schacht ein und dann später über den oberen Stollen. Nach der langen Untertage Tour die nur zum rein schnuppern diente ging es in die alte Werkstatt wo wir weitere Bekannte und Freunde trafen. Nach einem gemeinsamen Glückauf Bierchen ging es ab zu den Autos… das Erzgebirge wartet mit zahlreichen Stollenanlagen. Bis tief in die Nacht machten wir zahlreiche Befahrungen und nach ihnen musste der Durst wieder gelöscht werden. Im wunderschönen Bergwerksambiente von St. Anna schmeckte das Bier 10mal so gut. Am frühen Morgen ging es dann für wenige Stunden zum Dösen ins Bett. Lange war die Schlafnacht nicht den um 9 waren wir Untertage fertig…  Die ausgiebige Vor-Fototour  stand an. Wir mussten bis 14 Uhr aber  wieder raus sein denn da waren unsere Freunde wieder da für die nächsten Befahrungen irgendwo im Gebirge. Über den ganzen Tag sind wir von einem Gebiet zum anderen gefahren und Abends waren wir dann schließlich am heißesten. In der Dunkelheit der anbrechenden Nacht haben wir uns strahlende Füsse und Hände angelacht und überhaupt strahlten wir bei dem Altbergbau, es war feinster Altbergbau in dem man sich nach ein paar Stunden bereits schon die Jahresdosis angetan hat. So strahlten wir also nicht nur wegen der schönen Türstöcke und Rollen sondern auch vom strahlenden Gestein.  Ob dies oder die Befahrung uns Durstig gemacht hatten uns im nach hinein unklar… Jedenfalls wussten wir dass das Bier in Tschechien gut schmecken sollte und es sollte dort auch Untertage was geben. Also machten wir eine kleine Abkürzung über Tschechien.  Nach der Tour saßen wir wieder in dem alten umgebauten Gaswerk vom heutigen  Schaubergwerk St. Anna am Freundenstein und unterhielten uns über das zuvor gesehene und erlebte.  Auf der Erzgebirgstour machten wir in Aue, Schneeberg, Schwarzenberg, Ehrenfriedersdorf und Geyer  sowie zwischen Rittersgrün & Breitenbrunn in den zwei Tagen halt.

Auch wenn es für viele so klingt als hätten wir in den ganzen Tagen nur Stress gehabt haben wir viel Spaß gehabt und haben viel gesehen und neue Freundschaften geschlossen. Es war eine wundervolle Exkursion die mehrere Exkursionen mit sich führen wird.  Auf der Tour vom 19-ten bis zum 23-ten haben wir viele Stollensysteme gefunden, befahren und dokumentiert aber auch 4 unbekannte U-Verlagerungen entdeckt. Wir danken allen Beteiligten, Freunden und Bekannten die wir auf der Tour getroffen oder kennengelernt haben. Ein ganz besonderer Dank geht aber ans Schaubergwerk St. Anna am Freudenstein wo wir übernachten durften und nebenher auch das grandiose Stollensystem befahren durften.  Danke an Kerstin, Thomas, Sebastian, Sebastian und Toni sowie Andreas und besonders Martin. Hoffe haben keinen vergessen. Wenn ja kurz melden und bitte verzeihen.
 

Mit den gesammelten Informationen und Fotos können wir nun in Ruhe viele neue Touren ausführlich planen. Das kommende Jahr wird sicherlich sehr interessant werden. Glückauf!

 

Die spontane Montanhistorische Tour war für das Auto eine Fahrt von 1814 km und für die Kamera von uns 1029 Auslösungen für tolle Bergbaufotos. Mehr verschiedener Altbergbau ist wohl kaum in so wenigen Tagen, zum vernünftigen dokumentieren durch Fotos, unter zu bringen.

 

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