FledermausFledermaus
 Übertage & Untertage Berichte mit vielen Fotografien


1 1 1 1 1 Rating 5.00 (2 Votes)
Kriegsrüstung, im 2. WK, in Wuppertal - U-Verlagerungen in Wuppertal - 5.0 out of 5 based on 2 votes

U-Verlagerungen in Wuppertal

Die grausame Zwangsarbeit Über & Untertage
 
Wuppertal wurde während des 2. Weltkrieges oft bombardier und das nicht ohne Grund denn in der Stadt wurde für die Kriegsrüstung produziert. Etliche große Wuppertaler Firmen waren daran beteiligt und verwickelt, aber auch Firmen aus ganz Deutschland bzw. dem damaligen Deutschen Reich. Für die Produktionen wurden zahlreiche Zwangsarbeiter untertage beschäftigt davon ließen (leider!) viele lbeim Bau oder der Produktion ihr Leben. Ungefähr 20.000 - 25.000 ZwangsarbeiterInnen und Kriegsgefangene mussten in Wuppertal Zwangsarbeit leisten. Von ihnen starben mindestens 1.044, die uns namentlich bekannt sind. Unter den Toten sind 175 tote Zwangsarbeiterkinder, 139 von ihnen sind namentlich beerdigt worden. Eine hohe Sterberate hatte das sog. „Säuglingsheim“ der Firmas Kolb & Co. Hier starben allein 26 Kleinkinder. Die höchste Todesrate hatte das Durchgangslager am Giebel, das unter der Verwaltung des Arbeitsamtes stand. Hier starben 44 Kinder. Vor allem die Kinder von russischen oder ukrainischen Müttern hatten geringe Überlebenschancen: Florian Speer hat für das Jahr 1944 eine Todesrate von 24,5 % errechnet, die Todesrate für polnische Kinder betrug im gleichen Zeitraum "nur" 3 %.Bei den erwachsenen ZwangsarbeiterInnen wurden als häufigste Todesursachen in den offiziellen Sterbeurkunden meist Krankheiten wie TBC, Ruhr, Lungenentzündung und Fleckfieber angeben. Eine große Zahl von ZwangsarbeiterInnen und Kriegsgefangenen kam auch bei Luftangriffen ums Leben. Die Zwangsarbeitenden hatte oftmals keinen Zugang zu den normalen Luftschutzkellern und mussten sich zum Teil in der Kanalisation oder in Tunneln verstecken. Während 1944 6 Zwangsarbeitende bei Luftangriffen den Tod fanden, starben 1945 in vier Monaten 132 Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene.

Wuppertal hatte die meisten Untertage-Verlagerungen im Bergischen Land und ist auch bei den Top-Regionen ganz weit oben dabei. Zum Vergleich z.B. hat Berlin 27 U-Verlagerungen (nach unseren zusammengefassten Listen) Nach unseren intensiven Rescherschen zusammen mit dem Team Untertage-Übertage (www.untertage-übertage.de) haben wir über 19 U-Verlagerungen im Großraum Wuppertal rescherschiert. Davon sind hier 17 Untertage-Verlagerungen aufgelistet wovon wir bereits 10 vermessen und dokumentiert haben:
  

Kauz 

Reichsbahntunnel Schee
Homann, Vohwinkel
Me262
 

Kalkstein  

Stollenneubau, Elberfeld
IG. Farben
Zellulose, Sauerstoff
 

Buchfink

Silscheder Tunnel
Ludwig Hansen & Co. MS
Tragflächen, Zellen, Junkers
 

Goldammer 

Klosterholztunnel
Ludwig Hansen & Co. MS
Tragflächen, Zellen, Junkers
 

Meise

Schwelmer Tunnel
Espenlaub Flugzeugbau, Langerfeld
Tragflächen, Zellen, Focke-Wulf
 

Falke 

Präsident Hoefttunnel
Espenlaub Flugzeugbau, Langerfeld
Tragflächen, Zellen, Focke-Wulf  
 

Blutstein

Stollenneubau, Langerfeld                                                                    
 

Schneider 

Stollenneubau Heckinghausen
Wagner Kabelwerke
Isolatoren, Geilenberg-Programm
 

Sardelle

LS Stollen Beyenburg 
Metzenauer & Jung, Eibsen
Transistoren
 

Bernstein 

Stollenneubau, Vohwinkel
Jägerwerk Katernberg
Kugellager
 

Trusche 1-3

Stollen ,Elberfeld
Bemberg
Fallschirmseide, Taschen, Rucksäcke
 

Schwerspat

Stollenneubau
Maschinenfabrik Busch
Geschützrohre
 

Brill

keine weiteren Informationen derzeit vorhanden
 

Eichelhäer

keine weiteren Informationen derzeit vorhanden 
 

Kyrolit

 keine weiteren Informationen derzeit vorhanden 
 
 
 
Zu weiteren Informationen rund um U-Verlagerungen empfehlen wir die Webseite www.u-verlagerungen.de bei der wir selbst auch mitwirken. Zu unseren gesamten & befahrenen U-Verlagerungen >>hier klicken<<
Zum Seitenanfang